Zubereitungsmethoden

Die Art der Zubereitung hängt vom persönlichen Geschmack ab – jede Methode hat etwas Besonderes, keine ist besser oder schlechter. Mit etwas Basiswissen und viel Experimentierfreude holen Sie das Beste aus Ihrem Kaffee heraus. Aber auch für das Brühen gilt: Auf die richtige Balance kommt es an!

Siebträger

Weltweit beliebt und eine Kunst für sich, Diskussionen um ideale Zubereitung sind daher besonders kontrovers.

Chemex

Designglanzstück mit eigener Filtriertechnik, in dem sich Aromen und Geschmack gut entfalten können.

Handfilter

Jeder Filtertyp (Metall, Papier, Stoff) filtert anders, mit Vor- und Nachteilen (u.a. Durchlässigkeit, Reinigung).

Stempelkanne

Wasser fließt nicht durch, sondern ist mit Kaffee gemischt, deshalb mit einer gleichmäßigen Extraktion.

Espressokanne

Sehr starke und etwas bittere Espresso-Version, besonders in Italien in fast jedem Haushalt zu finden.

Aeropress

Transport und Reinigung sind sehr einfach, 2005 erfunden als Brühmethodenmix (Mischung und Filter).

Karlsbader Kanne

Besteht aus vier Porzellanteilen, die geschmacksneutral sind und für reinen Kaffeegeschmack sorgen.

Siphon

Optisch und geschmacklich eindrucksvoll dank Vakuum-Unterdruck-Verfahren in zwei Glaskolben.

Röstgrade

Alle Röstungen – von hell bis dunkel – haben eigene Qualitäten und Vorzüge. Bei der Wahl des Röstgrads kommt es nicht nur auf geschmackliche Vorlieben an, sondern auch auf die Art der Zubereitung. So ist zum Beispiel eine Röstung eher für Aeropress geeignet, eine andere passt hingegen besser zu Filterkaffee. Fragen Sie in Ihrer Rösterei nach den Eigenschaften der Röstungen, damit der Kaffee zu Ihrer bevorzugten Zubereitungsmethode passt.

Mahlgrad

Angaben zum Mahlgrad sind immer relativ: Manche Mühlen haben drei, andere fünf oder zehn Stufen. Letztlich geht es darum, die Partikelgröße zu unterscheiden, weil sich Kaffee und heißes Wasser je nach Mahlgrad anders verhalten. Wird fein gemahlen, gibt es mehr Oberfläche – bei gleicher Kontaktzeit mit heißem Wasser lösen sich so mehr Stoffe heraus. Der Mahlgrad sollte daher zur Art der Zubereitung passen. Tendenziell gilt: Je kürzer der Wasserkontakt ist, desto feiner gemahlenen Kaffee braucht es.

Körper, Geschmack und Aroma

Über Geschmack lässt sich streiten – und über Körper und Aroma ebenfalls! Sie werden verschieden wahrgenommen und bewertet und sind schwer exakt zu beschreiben. Was angenehm ist, bestimmt auch die kulturelle Prägung.

„Körperliche“ Hinweise gibt es dennoch: Körper bezeichnet den Eindruck, den ein Getränk im Mund hervorruft. Qualitativ hochwertige Kaffeesorten und eine langsame und schonende handwerkliche Röstung ergeben meist einen sehr differenzierter Körper. Die Zubereitung entscheidet darüber, wie der Körper eines Kaffees wahrgenommen wird – etwa als voll, rund oder wässrig – und welche Aroma- und Geschmacksnuancen überwiegen.

Kaffee kann mehr als 800 natürliche Aromen enthalten und gehört damit in der Natur zur absoluten Spitzengruppe. Kein Wunder also, dass unsere Sinne vor Freude Purzelbäume schlagen. Aromen sind allerdings flüchtig, nur wenige purzeln in die Tasse. Die meisten treten erst beim Rösten hervor. Durch handwerkliche Röstung können die speziellen Eigenschaften eines Kaffees deshalb hervorragend herausgearbeitet werden. Das Aromarad bietet eine gute Orientierung in der weiten Welt von Aromen und Geschmack.

Auf der Suche nach der perfekten Tasse Kaffee

Sind Sie der Formel für hervorragenden Kaffee schon auf der Spur? Auf der langen Reise von der Kaffeepflanze über die Rösterei bis hinein in jede einzelne Tasse Kaffee gibt es viel zu entdecken.

Die Mitglieder der Deutschen Röstergilde helfen Ihnen gerne dabei. In Ihrer lokalen Rösterei erfahren Sie alles über die Herkunft und die Qualitäten eines Rohkaffees, über die Geheimnisse der handwerklichen Röstung und über die spannenden Details einer herausragenden Kaffeezubereitung.

Machen Sie sich auf die Suche nach der perfekten Tasse Kaffee! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!